
Anna Schellberg
Intensiv, laut, unkonventionell. Anna Schellberg ist eine Malerin aus Hamburg, bekannt für eindrucksvolle Urban Art. Storytelling liegt ihr im Blut. Ihre Bilder sind oft eindrucksvolle Porträts, die ihre unverwechselbare Handschrift tragen. Fast immer in Öl auf Leinwand, oft in großen Formaten.
Anna Schellbergs Motive sind ein echtes Statement, haben trotz vordergründiger Schönheit immer Ecken und Kanten. Das Thema vieler Arbeiten: Starke Menschen mit Historie, die sich nichts (mehr) vorschreiben lassen. Getreu dem Motto der Künstlerin: „Paint or die!“ – keine Kompromisse.
Die Botschaften ihrer Arbeiten muss man nicht erklären, diese Intensität in den Motiven bohrt sich tief in die Herzen der Betrachter. Durch die intensive Darstellung besonders der Augen wird der Betrachter geradezu die Seele des Motivs gezogen – ein Blick, der von Kühnheit, aber auch von Verletztheit spricht.
Dabei verwendet Anna Schellberg nur selten Pinsel, ihre Arbeitswerkzeuge sind abgelaufene Kredit- und Hotelzimmer-Karten. Das gibt ihr die Flexibilität und die Möglichkeit, mit großzügigem Duktus zu arbeiten.

Paul Kneen
Paul Kneen ist ein zeitgenössischer Künstler mit Sitz in Stamford, Großbritannien, dessen Werke die Komplexität menschlicher Emotionen in der modernen Welt erforschen. Hauptsächlich arbeitet er mit Farbe als Medium und überschreitet dabei kontinuierlich kreative Grenzen, sodass seine Kunst sich organisch weiterentwickelt
Seine jüngsten Arbeiten konzentrieren sich auf die vielschichtige Landschaft der psychischen Gesundheit und präsentieren eine eindrucksvolle Serie abstrakter Porträts, die sich mit Themen wie Frustration, Belastung und Widerstandskraft auseinandersetzen. Durch kühne abstrakte Formen und lebendige Farben fängt Paul die rohe Intensität menschlicher Emotionen ein, während er jedem Werk eine unterschwellige Hoffnung verleiht.
„Auch wenn meine Motive düster erscheinen mögen, gehe ich jedes Gemälde mit Energie und Vitalität an – als Spiegelbild der Stärke und Ausdauer des menschlichen Geistes. In einer Welt voller Unsicherheit ist es wichtig, unsere gemeinsamen Kämpfe – sowohl persönliche als auch kollektive – anzuerkennen.“
Pauls Werke wurden in ganz Großbritannien sowie international ausgestellt, und viele seiner Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen und Museen.

Claudia Mächler
Claudia Mächler ist eine zeitgenössische Künstlerin aus Hamburg, die sich in ihren Bildern ganz dem menschlichen Gesicht und seinen emotionalen Facetten widmet. Für sie ist das Porträt kein starres Abbild, sondern ein lebendiger Prozess – ein Spiegel innerer Gefühle und ständiger Veränderung.
Bevor die Konturen überhaupt Gestalt annehmen, erzählt die Farbe ihre eigene Geschichte: als Material, Geste und Rhythmus. Mächler verbindet dabei präzises Malen mit einer spontanen, gestischen Freiheit. Ihre Farbschichten fließen, verdichten sich, reißen auf – mal zart lasierend, mal kräftig pastos. So entstehen vielschichtige Porträts, die tief in die Psyche blicken und Gefühle sichtbar machen – immer in Bewegung.
Der Bildraum wird dabei zur offenen Bühne für Erinnerungen, Wandel und Emotionen. Die Gesichter wirken vertraut und doch irgendwie entrückt. Ihre Porträts sind nie fertig, sondern laden ein, Menschen fragmentarisch, lebendig und vielschichtig zu entdecken.

Louise Bird
Louise hat ihr ganzes Leben lang als Werbegrafikerin gearbeitet, zunächst als Illustratorin und dann als Porträtmalerin. Nach einer Reihe von Umzügen – Birmingham, die Cotswolds, Katar im Nahen Osten – hat sie sich schließlich in Devon (Großbritannien) niedergelassen und lebt dort am Meer.
Louise war schon immer von Menschen und der menschlichen Figur fasziniert. Die Freude, die Angst und die Zerbrechlichkeit des Lebens ist das, was sie in ihrer Arbeit einzufangen versucht.
Als Mutter, deren Kinder inzwischen erwachsen sind und gleichzeitig als Pflegerin ihrer eigenen Mutter, bei der vor über fünf Jahren Alzheimer diagnostiziert wurde, hat Louise miterlebt, wie ihre Kinder zu wunderbaren Erwachsenen heranwuchsen, während ihre Mutter in einen kindlichen Zustand zurückfiel.
Dies hatte eine tiefgreifende Wirkung auf Louise. Mit Hilfe ihrer Kreativität begann sie, ihre emotionale Reaktion auf diesen Moment im Leben zu erforschen, deren Ergebnisse nun in ihren jüngsten Werken zu sehen sind.

Marc Craig
Roh, vielschichtig, ungefiltert. Marc Craig ist ein in London ansässiger Straßenkünstler und Wandmaler, dessen unverkennbarer Stil Chaos und Kontrolle auf wiedergewonnenen Oberflächen – insbesondere auf alten Landkarten – miteinander verbindet. Seine Werke sind sowohl spontan als auch symbolisch – jedes einzelne ist eine Reise durch die zerbrochenen Ränder von Erinnerung, Mythos und geistiger Gesundheit.
Indem er direkt auf alten Landkarten arbeitet, verwandelt Craig Orientierungshilfen in Schauplätze der Verzerrung. Das Vertraute wird fremd. Skelette grinsen neben Regenbögen. Heilige, Monster und Emojis teilen sich das Terrain. Unter all dem summt die Leere leise vor sich hin – die dritte Kraft in Craigs kreativem Zyklus von „Dream / Make / Void“.
Seine Kartenbilder folgen selten einem Plan. Sie sind Improvisationen in Bewegung – manchmal entstehen sie allein, oft in Zusammenarbeit. Der Prozess ist ebenso wichtig wie das Bild: schichten, ausradieren, reagieren, sich vom Papier leiten lassen, was entsteht. Das ist Kunst als Ausgrabung. Kunst als Störung. Kunst als eine Art von Rettung.
Marc Craig malt nicht nur auf Landkarten – er lädt andere ein, sich auf ihnen zu verirren. Und in diesem Raum der kreativen Verwirrung wartet immer etwas Tieferes darauf, gefunden zu werden.